Juli 22, 2011

Facebook hat im Frühjahr Zenit überschritten - Talfahrt begínnt

Quick Summary: Facebook's short and fast  decline has started - a phenomenon that we have seen with many social networks in the past. So Google+ launched right at the best possible moment. But Facebook is declining not because of Google Plus, but because it is in its maturity stage.
And Social networks have very short life cycles. Interesting enough: The investors are not looking at these figures - the chart of Xing is still a candle stick hunting north.


Ist schon sehr spannend: Wenn man sich den US-Traffic von Facebook - gemessen über Google Trends - ansieht, dann bemerkt man, dass es erstmals bergab geht.
Es erinnert an Myspace.com vor zwei Jahren, an Xing und an Studivz. Es geht im gleichen Tempo bergab, wie der Aufstieg kam. Zum Vergleich daher auch noch anbei die Charts von Xing, StudiVZ und Myspace.
Allerdings kann Facebook - global gesehen - noch immer wachsen: Die neuen User kommen aus Brasilien und Asien. Den stärksten Rückgang gibt es in Kanada.

Facebook Traffic

Unique Visitors Chart

So sieht die Trafficentwicklung von Xing aus:
Unique Visitors Chart

Uns so geht es myspace.com
Unique Visitors Chart

Uns so geht es Xing an der Börse
XING AG NAMENS-AKTIEN O.N 1 Jahr Chart

Juni 01, 2011

VDZ-Akademie: Paid Content in der Praxis



Nick Blunden, Economist präsentiert
ein Hybrid Modell für Paid Content
 

Mitte Mai fand in Hamburg unter der Leitung von Bastian Schwithal ein Expertenforum zum Thema "Paid Content" statt, bei dem eine Reihe von Medien ihre Strategien im Internet präsentierten, mit dem sie jetzt und in Zukunft Beiträge der UserInnen generieren wollen. Die Strategie des WirtschaftsBlatt durften wir dabei auch präsentieren.
Besonders interessant erschienenen mir dabei die Fallstudien von Economist sowie die klaren digitalen Stratgien von Axel Springer und Gruner & Jahr.
Nick Blunden, Chef der digitalen Portale des Economist, berichtet, dass die sozialen Netzwerke die wichtigen Einfallstore seiner Plattformen sind. Die User, die so die digitalen Produkte des Wirtschaftsmagazins anschnuppern, sollen in weiterer Folge zum Kauf von Abos animiert werden - in der Sprache der E-Commerce-Experten geht es also um Funnel-Prozesse. Das Modell, ein Teil der Inhalte sind gratis, jener Teil, der sich an besonders interessierte und häufig wiederkehrende User richtet ist vergebührt, nennt sich Metered Modell. Das Interview mit Blunden gibt es hier.

Georg Konjovic, Leiter des Bereichs Premium Content bei Axel Springer, berichtete über Erfolge des Medienkonzerns auf neuen Plattformen wie dem iPad. So kann Axel Springer ja sowohl für Welt als auch für Bild als Erfolg verbuchen, erfolgreich zahlende Tablet-User mit seinen Apps gewonnen zu haben. In Österreich gibt es erst wenige Zeitungen, die für ihren digitalen Content auf dem iPad User-Beiträge verlangen.

Volker Breid von G&J illustrierte am Beispiel Abnehmcoach der xx-well.com AG, die mittlerweile von G&J gekauft wurde, wie ein Multi-Marken-Titel erfolgreich ein Geschäftsmodell auf vielen Plattformen ausrollen kann. Der Ernährungsberater, der bei Brigitte Frauen dabei hilft, nach der Schwangerschaft die Figur zuükzugewinnen, wird bei Men's Health in adaptierter Form als Fitness-Coach gelauncht. Auf den eigenen Plattformen ist der Inhalt vergebührt, auf Partneplattformen - darunter etwa Versicherung - auch manchmal kostenlos.

Januar 25, 2011

Interaktive Werbung auf dem iPad

WirtschaftsBlatt deluxe als iPad App
Es gibt nun schon eine Mege sehr ansprechender iPad-Apps aus Österreich, besonders gut gefällt mir die jüngst publizierte App vom Gratis-Magazin Weekend. Hier werden wirklich attraktive Ideen umgesetzt, wie etwa eine Rundumansicht einer Therme oder die Anreicherung des Magazin-Contents durch bewegte Bilder und Ton.
Auch einige Werbe-Sujets, wie etwa das der ÖBB, wurden attraktiv gestaltet. Mit dem Finger können die User das Innere eines Wagens erkunden und sich so die Werbelandschaft auf dem iPad zur Forschungsreise machen.
Nun hat eine Studie der University of Connecticut herausgefunden, dass diese interaktiven Werbungen eine höhere Aufmerksamkeit, positive Attribuierung und letztendlich auch höhere Kaufbereitschaft erzeugen.
Das Ergebnis ist ein neues Paradigma der Markenwerbung", so Dave Dickson, der die Studie auf dem Adobe Blog zitiert. "Marken können die Konsumenten in der digitalen Umwelt eines Magazins umfassend einbeziehen - im Gegensatz zur unterbrechenden Form der übrigen digitalen Werbung."
Adobe

Dezember 22, 2010

Unterbrecher-Werbung macht Spaß

Take Away: Unterbrecher-Werbung wurde Ende der 90er Jahre mit dem Siegeszug der Online-Werbung mental zu Grabe getragen. Es hieß, dass nur virale Werbung, die von User zu User weiterempfohlen wird, Zukunft habe. Userbefragungen zeigen, dass gut gemachte Werbung von den Usern aber durchaus geliebt wird. Es muss also nicht immer ein lustiger YouTube-Spot erfolgreich sein.

Werbung kann Spaß machen, das ist das Ergebnis einer Umfrage des US-Branchendienstes eMarketer, der von iPad-Besitzern wissen wollte, wie diese zu Werbung in Magazin-Applikationen stehen.
Werbung auf dem iPad kommt gut an, zumindest wenn die Werbemittel die Möglichkeiten des Endgerätes nutzen, insbesondere große Fotos, Bildergalerien, Videos, Animationen und Musik.
86 Prozent der befragten iPad-Besitzer geben an, dass ihnen die tollen Fotos und hellen Visuals positiv aufgefallen sind, 82 Prozent bemerken interaktive Features. 75 Prozent der User sind demnach interessiert an Werbung in iPad-Applikationen, die Videos abspielen, 73 Prozent wünschen sich dazu weitergehende Produktinformationen, 71 Prozent wollen Bildergalerien. Nur 27 Prozent der User möchten Spiele in den Werbeanzeigen sehen.
Geliebte Unterbrecher.
Für die Medienbranche sind diese Ergebnisse beruhigend, stellte doch im Jahr 2000 Seth Godin ("permission Marketing") fest, dass Interruption Marketing, als unterbrechende Werbung, mit dem Internet endgültig am Ende sei. Zehn Jahre später kehrt diese Unterbrecher-Werbungstärker denn je zurück. Werbung auf dem iPad funktioniert, wenn sie relevant ist, Spaß macht, Information bietet und am Ende damit für die User nützlich ist. Die Konsumenten verbringen dabei die für die Werbebranche unvorstellbare lange Zeit von 17,8 Sekunden mit der Betrachtung von Werbeanzeigen. Gemessen an diesen iPad-Werten kann jede Werbe-Email und jede Google-AdWords-Anzeige einpacken.

US iPad Owners

Dezember 21, 2010

Internetwerbung ueberholt Zeitungsumsaetze

> Sollten die Zahlen des US-Branchendienstes eMarketer stimmen, dann haben wir 2010 ein epochales Jahr gehabt. Die Werbeumsaetze von Onlinemedien haben demnach dieses Jahr die Anzeigenerloese der Zeitungen ueberholt (Grafik), eine 15 Jahre alte Branche schlaegt eine 300 Jahre alte Branche. In Osterreich ist das noch weit weg, hier liegt das Verhaeltnis Print:Online bei 5:1
> http://www.emarketer.com/mobile/article_m.aspx?R=1008126

Dezember 09, 2010

iPad verkauft sich weit besser als erwartet

Die Gerüchte hatten auch wir gehört, das iPad verkauft sich besser, als Apple das erwartet hatte. Nun folgt die Bestätigung von eMarketer. Der US-Spezialinfodienst geht von einem Verkaufszuwachs für 2011 in der Höhe von 127 Prozent für das iPad aus. Bislang hat Apple in den USA rund 8,5 Millionen Stück abgesetzt und somit einen Marktanteil von knapp 90 Prozent des Tablet-Marktes.
Im kommenden Jahr werden demnach 20 Millionen iPads von Apple abgesetzt, so eMarketer, 2012 sogar 30 Millionen. Der Marktanteil von Apple soll bei über 75 Prozent bleiben. Wenig erstaunlich: Die Besitzer der glänzenden Surfstationen sind nicht mehr ganz junge, aber dafür umso kaufkräftigere Erwachsene.

US Tablet and iPad Sales, 2010-2012 (millions of units, % of total and % change)

Oktober 27, 2010

Mobiles Internet: Wer siegt im Match Apps gegen Browser


Takeaway: Über das Handy ins Internet einsteigen ist vielen UserInnen noch zu mühsam. Die Nutzung des Internets über mobile Endgeräte steigt zwar mit der Auslieferung neuer Smartphones, die so intelligent navigieren wie iPhones oder Blackberrys, rasant an. Doch forciert das auch die Dominanz von Applikationen über das browserbasierte Internet? Nein, wenn eine aktuelle US-Umfrage zum Thema "Mobile Webseiten vs. Apps" von Adobe, publiziert von eMarketer für weitere Märkte valide ist.




Die These in Kurzfassung: Das mobile Internet unterscheidet sich vom herkömmlichen Internet, auf das über PCs und Laptops zugegriffen wird, durch ein paar markante Ausprägungen:

1.) Das mobile Internet ist immer verfügbar, wird aber in ganz konkreten und spezifischen Situationen abgefragt: Eine typische Abfrage lautet: Wann geht der nächste Zug nach...?, wo ist das nächste Restaurant? Wie ist die Telefonnummer von...? Wie heißt der Schauspieler in...?

2.) Das mobile Internet ist von seinen Inhalten her auf kleine Screens reduziert. Das schränkt die Möglichkeiten der Darstellung ein

3.) Mobile Abrufe erfolgen unter Zeitdruck, ganz einfach weil nicht wie im herkömmlichen Web die UserInnen daneben andere Tasks erledigen. 

Zusammengefasst: Das mobile Web kennzeichnet sich durch Reduktion, ist also eine Form von einem Reader's Digest.

Google bedient gerade dieses auf Suchen basierte Internetbrowsen gut. Allerdings könnte es sein, dass sich Applikationen auf Handys für die UserInnen als Abkürzungen zur Information erweisen. Wenn die Bundesbahnen eine App erstellen, die mir schnell den nächsten Zug auf Basis meiner Standortdaten liefern kann, führt der Aufruf der App schneller zum Ziel als der Aufruf von Google und Browser.  

Wir könnten also davon ausgehen, dass das mobile Web im Design reduziert, auf Handys optimiert und anders als das herkömmliche Web aussehen sollte. Und wir könnten davon ausgehen, dass das am besten über Applikationen dargestellt werden kann.

User wollen mobil optimierte Webseiten statt Apps

Die Anwender sehen das anders. Einer aktuellen Umfrage von Adobe zufolge, präferieren die User herkömmliche Webseiten gegenüber mobil optimierten Webseiten und bevorzugen daneben die mobil optimierten Webseiten gegenüber Inhalten, die in Apps dargeboten werden. 63 Prozent der UserInnen wollen Nachrichten lieber auf mobil optimierten Nachrichtenseiten lesen als in Applikationen. Und drei Viertel der UserInnen wollen beim Thema Shopping und eCommerce lieber die mobil optimierten Webseiten als Applikationen. 
Aber wenn die UserInnen frei wählen können, entscheiden sie sich vor den mobil optimierten Webseiten noch eher für die herkömmlichen Webseiten.

Das lässt mehrere Schlüsse zu: 
1.) Es könnte es sein, dass die Applikationen zuviel Information anstelle von Zusammenfassungen bieten und damit Zeit fressen
2.) Es könnte sein, dass die AnwenderInnen die Webseiten aus dem Internet kennen und dort schneller zu ihren Inhalten finden als in den völlig neu zu erlernenden Naviationsstrukturen der Applikationen
3.) Es könnte sein, dass das Userinterfacedesign und die redaktionelle Betreuung mobiler Webseiten und von Apps schlechter ist, als die Betreuung der herkömmlichen Seiten.


Fazit: Das mobile Web wird rasch an Bedeutung gewinnen, bekommt aber von Content-Anbietern noch immer zuwenig Aufmerksamkeit. Dass Applikationen über das browserbasierte Web damit automatisch dominieren werden, imuss überdacht werden. Usability ist gerade im mobilen Web ein besonders wichtiges Thema.




Preference for Using a Mobile Browser vs. App for Accessing Select Types of Media/Entertainment Content, Aug 2010 (% of US mobile device users)



Preference for Using a Mobile Browser vs. App for Select Shopping Tasks, Aug 2010 (% of US mobile device users)